|
|
Rezept für einen Schweizer Langspielfilm
Liebe Frau Vollenweider,
ich habe schon mehrere Kurzfilme gemacht, nun möchte ich zum ersten Mal einen Langspielfilm wagen. Können Sie mir einen Tipp geben?
Ulrich Schaffner, Zürich
Ich habe mich über Ihre Anfrage sehr gefreut. Leider gibt es noch immer einheimische Filmemacher, die sich mit schwer verdaulichen Experimenten meinen verwirklichen zu müssen. Dabei gehört es zu den wichtigsten Aufgaben jedes Regisseurs, bewährte Alltagskost appetitlich aufzubereiten. Von einer alten amerikanischen Freundin stammt das folgende einfache Rezept, das sie mir freundlicherweise am Telefon diktierte.
Zutaten:
plot point, pitching, packaging, product placement, playability, prescreening, pacing pass, press coaching, presenting partner, party networking, public private partnership, quality and popularity.
Alles gut mischen, im vorgeheizten Kino 90 Minuten lang gar werden lassen und fertig ist der Film.
Tipp: Bei grossem Zuspruch die Reste aufwärmen und nochmals absahnen.
|
|

|
|